Die Grundlage: Dachträger, Dachlast usw.

Bevor wir uns für ein Dachzelt entscheiden, muss zunächst mal die Grundlage überprüft werden: Geht das mit unserem Auto? In den aller meisten Fällen ist die Antwort in irgendeiner Form „ja“. Denn bei nahezu allen Autos (Cabrios und ein paar Glasdächer mal ausgenommen) kann man Dachträger installieren.

Bei dem Corsa erfolgt die Montage der Dachträger an vier Fixpunkten , die sich unter eine Kunststoffschiene auf dem Dach des Autos verbergen. Dort hakt der zugehörige Träger sich ein und wird fest geklemmt. Das geht sowohl mit original Opel-Zubehör, als auch mit Material diverser Ausrüster. Dadurch, dass die Träger an den Fixpunkten befestigt werden, ist auch der Abstand der beiden Träger fest vorgegeben: bei uns gute 70 Zentimeter. Bei allen Dachzeltherstellern, wo ich Angaben dazu gefunden habe, lag das im (unteren) empfohlenen Bereich, vom Abstand her ist das Dachztelt also möglich. Dadurch steht das Zehlt vorne auch etwa 70cm Über den Dachträger hinaus und ragt etwas über die Windschutzscheibe. Das stört beim Fahren von der Sicht her nicht, aber der Fahrtwind greift natürlich unter das Zelt. Der Trägerhersteller empfiehlt bei überstehenden Lasten eine Höchstgeschwindigkeit von 800-130 km/h. Wir haben uns selbst 100 auferlegt und fahren damit total entspannt.

Und das Gewicht? Der Corsa hat eine zulässige Dachlast von 75kg, da gehen schon einige Dachzelte. Allerdings lohnt es sich auch ein Blick in die Anleitungen von Dachträgern zu werfen. Oftmals beschränken diese die zulässige Last nämlich weiter. in unserem Fall auf 60kg, da wird es langsam schon knapper mit manchen Zelten. Unser letztlich ausgewähltes Zelt wiegt etwa 41kg plus rund 5kg die Leiter und 4kg die Träger selbst haben wir noch 10kg Zuladung auf dem Dach (Bettwäsche, Tisch). Das tatsächliche Gewicht müssen wir demnächst noch mal wiegen, um sicher zu gehen, dass wir nicht überladen sind.
Und die Personen im Dachzelt? Das passt mit den 75kg natürlich nicht mehr! Ist aber auch nicht schlimm, da die Dachlast eine Angabe für das fahrende Fahrzeug ist. Dabei geht es insbesondere um die Fahrdynamik, den Schwerpunkt des Fahrzeugs und auch die Kräfte beim Bremsen/Schleudern/Unfall. Wir sind aber nur im Stillstand im Dachzelt und die Kräfte wirken nur senkrecht auf das Dach. Da hält ein Auto sehr viel mehr aus, muss das Dach doch auch halten, wenn das Fahrzeug sich bei einem Unfall überschlägt oder auf dem Dach zum liegen kommt.

Welchen Dachträger haben wir also nun gewählt? Wir haben uns für das Baukastensystem von Thule entschieden. Das ist wohl das gängigste System und durch das Baukastenprinzip lässt sich damit das Dachzelt am einfachsten auch mal auf einem anderen Fahrzeug montieren. Der Dachträger wird dabei aus drei Teilen zusammengestellt: Dem eigentlichen Querträger, dem Fuß und einem Adapterteil das ganz fahrzeugspezifisch ist. Beim Querträger stehen verschiedene zur Auswahl: ganz einfache eckige Stahlholme, windschnittige ovale Träger oder Alu-Schwerlastträger mit diversen Nuten. Vorteil der Stahlholme: günstig und stabil, das war unsere Wahl. Die schnittigen Träger haben den Nachteil, dass sie recht breit sind und da wohl einige Standardbefestigungen von Dachzelten deshalb nicht passen und extra breite Befestigungssätze benötigt werden. Die Aluträger sind ganz nett und lassen sich auch in beliebiger Länge montieren (die Stahlträger gibt es auch in unterschiedlichen Längen, es passt wegen des kurzen Einschnitts für die Füße aber nur die richtige Größe zum Auto) sind aber teuer.

Die Träger haben wir schon vor der finalen Entscheidung über das Dachzelt gekauft und dann darauf noch etwas getestet, dazu aber mehr im nächsten Beitrag

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